140 Teams kicken bei Brandenburger Straßenfußball-Finale um den Sieg

Die größte Fußball-EM aller Zeiten ist vor kurzem mit 24 Mannschaften in Frankreich angepfiffen worden, die Champions League der Kicker geht mit stolzen 32 Teams in die Gruppenphase – doch mit dem Teilnehmerfeld des Finales der Brandenburger „Straßenfußball-Meisterschaft 2016“ kann weder der eine noch der andere Wettbewerb mithalten. Denn allein zum Finalturnier der märkischen Kicker am ersten Juli-Wochenende waren sage und schreibe 140 Mannschaften aus dem ganzen Land zum Tropical Islands nach Brand gekommen, um im Schatten der imposanten Tropenhalle in einem nicht minder imposanten Wettbewerb die Sieger auszuspielen. Zum Lohn gab es für die Erstplatzierten aus den Händen von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, LSB-Hauptgeschäftsführer Andreas Gerlach sowie Susanne Krause-Hinrichs von der F.C. Flickstiftung und Kim Schäfer vom Tropical Islands Pokale, Medaillen und Urkunden.

„Es war das erste Mal, dass wir so viele Mannschaften am Start hatten“, freute sich Uwe Koch, der mit seinen Teams INTEGRATION DURCH SPORT und „Straßenfußball für Toleranz“ der Brandenburgischen Sportjugend (BSJ) die „Straßenfußball-Meisterschaft organisiert, über die riesige Resonanz, die aber auch eine „große Herausforderung für uns alle“ darstellte. So musste der Modus der Meisterschaft, der in den insgesamt sechs Qualifikationsturnieren insbesondere den Fair-Play-Gedanken deutlich in den Vordergrund gehievt hatte, an die Gegebenheiten angepasst werden. „Erstmals mussten wir eine K.o.-Runde einführen“, berichtete Koch, der dadurch zwar einen stärkeren Wettbewerbscharakter als üblich ausmachte, aber dennoch – trotz des Regens – von der „schönen Stimmung“ während des Wettkampfes schwärmte.

Ähnlich ging es auch den Kickerinnen und Kickern der 34 Schulteams sowie der 106 Freizeitmannschaften, die in zwei Turnieren um die Pokale kämpften und anschließend den Tag bei freiem Eintritt in der Tropenhalle ausklingen ließen. Koch: „Es gab eine Menge positives Feedback.“ Und das sowohl von alteingesessenen Teams als auch von Teams mit Neu-Brandenburgern. „Etwa ein Drittel der Mannschaften hatte Spieler mit Migrationshintergrund dabei.“

Doch nicht nur bei den Mannschaften, auch bei den Helfern bot sich ein buntes Bild. Uwe Koch noch einmal: „Es waren auch einige Bundesfreiwilligendienstler mit Fluchterfahrung in unserem Organisationsteam dabei, die uns sehr geholfen haben.“

Sieger 2016
Bis 12 Jahre:
1. FC Blau Weiß (Brandenburg an der Havel)
2. Die 3 lustigen 2 (Heinersdorf)
3. Newcommer (Heinersdorf)

Fair Play-Sieger: Nowa Sol 2 (Polen)

12 bis 14 Jahre:
1. Aale (Cottbus)
2. Teletubbis Jüterbog
3. Zander (Cottbus)

Fair Play-Sieger: SSC Jüterbog 3

Ab 15 Jahre:
1. 1. FC Hexenkessel (Müncheberg)
2. Myrncka United (Berlin)
3. BSG Festung Peitz

Fair Play-Sieger: Die Kleine (Berlin)

Info: Die Straßenfußball-Meisterschaft wird von der Brandenburgischen Sportjugend (BSJ) des LSB organisiert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge über das Projekt „Integration durch Sport, das Bündnis „Tolerantes Brandenburg“ sowie die F.C. Flickstiftung gefördert. Die Qualifikationsturniere fanden im Vorfeld in Fürstenwalde, Cottbus, Potsdam, Brandenburg, Teltow und Neuruppin statt. Dabei gingen insgesamt 408 Teams an den Start.